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Die Zukunft der Zahlungstechnologie
Die Zahlungstechnologie entwickelt sich kontinuierlich weiter, mit dem Ziel, Transaktionen so reibungslos und einfach wie möglich zu gestalten und damit ein optimales Kundenerlebnis zu bieten.
Wohin entwickelt sich die Zahlungstechnologie?
Hier sind einige Bereiche, in denen die Zukunft des Zahlungsverkehrs liegen könnte:
- EMV
- Near Field Communication
- Voice Commerce
- Kryptowährungen
- Künstliche Intelligenz
Was ist EMV?
EMV® – entwickelt und verwaltet von American Express, Discover, JCB, Mastercard, UnionPay und Visa – ist ein weltweiter Standard für Kreditkarten, die Computerchips zur Authentifizierung und Absicherung von Chip-Kartentransaktionen nutzen. EMV Die Chips verschlüsseln Bankdaten und bieten damit deutlich mehr Sicherheit als herkömmliche Magnetstreifenkarten. Wer in Europa lebt oder reist, weiß, dass EMV dort seit über einem Jahrzehnt im Einsatz ist – die Technologie wurde bereits 1992 in Frankreich eingeführt. In den USA hingegen ist sie noch nicht annähernd so lange verbreitet. Die Vereinigten Staaten stellen derzeit auf Chipkarten um, um Kreditkartenbetrug einzudämmen. Obwohl auf die USA ein Viertel der weltweiten Kreditkartentransaktionen entfällt, findet dort fast die Hälfte des weltweiten Kreditkartenbetrugs statt.
Das größte Hindernis für eine breitere Akzeptanz in den USA sind die Kosten für EMV-fähige Hardware. Angesichts des Kreditkartenbetrugs, der auf Magnetstreifenkarten abzielt, ist es jedoch nur eine Frage der Zeit, bis die USA das in Europa bereits vorhandene Akzeptanzniveau für EMV-Zahlungstechnologie erreichen. Finanzdaten sind auf einer Chipkarte sicherer, da diese mit dynamischer Authentifizierung arbeitet – die Daten ändern sich also kontinuierlich. Das macht es schwer, sie zu isolieren, und selbst wenn jemand mit betrügerischer Absicht auf die Daten zugreifen könnte, sind sie verschlüsselt. Magnetstreifenkarten hingegen enthalten nur statische Daten, die mit einem einfachen Kartenlesegerät kopiert werden können, um gefälschte Karten zu erstellen.
Near Field Communication
Near Field Communication bzw. NFC bezeichnet die Möglichkeit, eine kontaktlose Zahlung durchzuführen, indem ein Smartphone oder Tablet in die Nähe eines NFC-fähigen Lesegeräts gehalten wird. NFC wird in drei verschiedenen Modi eingesetzt.
- Card Emulation – In diesem Modus verhält sich das Gerät des Kunden gegenüber einem externen Lesegerät wie eine kontaktlose Chipkarte, sodass keine Hardware ausgetauscht werden muss. Mit einer vorhandenen NFC-konformen Infrastruktur lässt sich eine bidirektionale Kommunikation aufbauen. Bezahlt ein Passagier beispielsweise ein Ticket und betritt das Flugzeug, kann das System über NFC gleichzeitig die Sitzplatzbelegung aktualisieren oder dem Passagier die entsprechenden Vielfliegermeilen gutschreiben.
- Peer to Peer – Dieser Modus ermöglicht es zwei NFC-fähigen Geräten, miteinander zu kommunizieren und Informationen oder Dateien auszutauschen. So können Teilnehmer einer Networking-Veranstaltung beispielsweise ihre Kontaktdaten teilen. Gedruckte Visitenkarten gehören damit der Vergangenheit an!
- Reader/Writer Mode – Der Reader/Writer Mode ermöglicht es NFC-fähigen Geräten, Informationen auszulesen, die auf NFC-Tags in Plakaten und Displays gespeichert sind. So lassen sich beispielsweise Fahrplaninformationen für den öffentlichen Nahverkehr abrufen oder Sonderangebote aus Marketingmaterialien direkt nutzen.
Voice Commerce
Ein neuer Trend etabliert sich unter dem Begriff Voice Commerce oder Audio Wallet. Vorgänge, die früher eine Suchmaschine erforderten, lassen sich heute per Spracheingabe erledigen – dank Künstlicher Intelligenz (KI). Dabei kommt Software zum Einsatz, die dem Verbraucher die Sprache als Alternative zu Maus und Tastatur ermöglicht.
Im Jahr 2016 verkaufte Amazon in den USA acht Millionen sprachgesteuerte Echo-Geräte. Cortana, der Sprachassistent von Microsoft, zählt derzeit 133 Millionen monatliche Nutzer. Kaum eine beliebte TV-Sendung oder ein Sportevent vergeht – insbesondere in der Weihnachtszeit – ohne Werbung für eines dieser Geräte.
Hier einige weitere Zahlen: Laut Comscore werden bis zum Jahr 2020 die Hälfte aller Online-Suchanfragen per Sprache gestellt.
Die Smartphone-Verkäufe sind zwar rückläufig, doch die Nutzung von Smartphones und anderen sprachgesteuerten Geräten wie Google Voice, Apple AirPods sowie Android-Apps für Sprachbestellungen nimmt stark zu. Voice Commerce macht den Einkauf für Verbraucher denkbar einfach und bietet Händlern – ob online oder stationär – erhebliches Wachstumspotenzial. Amazon hat festgestellt, dass Voice Commerce den durchschnittlichen Bestellwert um rund 10 % steigert – eine erfreuliche Entwicklung für den Handel.
Voice Commerce lässt sich überall nutzen, wo auch das Smartphone zum Einsatz kommt: im Bett liegend, beim Training im Fitnessstudio oder im Stau auf dem Weg zur Arbeit – sofern die Nutzung des Telefons im Fahrzeug gesetzlich erlaubt ist – sind nur einige Beispiele.
Welche Geräte nutzen Verbraucher für ihre Einkäufe? Wenig überraschend: 81 % verwenden ein Smartphone, 25 % smarte Lautsprecher und 21 % ein bildschirmfähiges Gerät, das kein Telefon ist.
Welche Aktivitäten führen Verbraucher über Voice Commerce aus? 82 % der Nutzer rufen allgemeine Informationen ab, etwa Wetter oder Nachrichten. 67 % nutzen die Sprachsteuerung für Videos und Musik. Und 35 % tätigen darüber tatsächlich Einkäufe.
Kryptowährungen
Eine Kryptowährung ist im Wesentlichen eine digitale oder virtuelle Währung, die als Tauschmittel konzipiert ist. Der Begriff „Krypto" verweist darauf, dass Kryptografie zur Absicherung und Überprüfung von Transaktionen eingesetzt wird. Während des Technologiebooms der 1990er Jahre gab es mehrere Versuche, virtuelle Währungen zu etablieren – sie scheiterten jedoch allesamt an Betrug und finanziellen Schwierigkeiten. Im Jahr 2009 wurde Bitcoin von einer anonymen Gruppe von Programmierern ins Leben gerufen, die auf zentrale Drittanbieter zur Verwaltung von Transaktionen und Kontoständen verzichteten. Im Peer-to-Peer-Netzwerk der Kryptowährungen enthält jede Transaktionsdatei die öffentlichen Schlüssel (Wallet-Adressen) von Sender und Empfänger sowie die Anzahl der übertragenen Coins. Der Absender muss die Transaktion zudem ausdrücklich bestätigen.
Was lässt sich mit Kryptowährungen anfangen? Anders als noch vor wenigen Jahren gibt es mittlerweile zahlreiche Händler, die Kryptowährungen wie Bitcoin akzeptieren – sowohl im Online-Handel als auch im stationären Einzelhandel. Mit Bitcoin lassen sich unter anderem Hotels, Flüge, Schmuck, Apps und Computerkomponenten bezahlen. Auch andere Kryptowährungen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Apple geht mit gutem Beispiel voran und akzeptiert in seinen Apple Stores 10 verschiedene Kryptowährungen als Zahlungsmittel. Darüber hinaus kann man in Kryptowährungen investieren – allerdings sollte man sich bewusst sein, dass es sich dabei um eine risikoreiche Anlageform handelt.
Künstliche Intelligenz
Künstliche Intelligenz (KI) ist ein Begriff, der heute in aller Munde ist. Doch was steckt dahinter? Per Definition bezeichnet künstliche Intelligenz (KI) jedes System, das kognitive Funktionen des menschlichen Denkens nachahmen kann, um eine Aufgabe zu erfüllen. Vereinfacht gesagt ist KI eine Maschine, die Probleme lösen kann, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.
Menschliche Entscheidungsprozesse werden in nahezu allen Lebensbereichen zunehmend durch Computer und Software ersetzt. Man denke nur an Google mit seinen Flotten selbstfahrender Autos. Hinzu kommen selbstregelnde Thermostate, autonome Staubsauger und digitale Sprachassistenten, die vielfältigste Aufgaben übernehmen. Doch wie wirkt sich das auf die Zahlungstechnologie aus?
Noch heute muss man einen Händler anrufen, um eine Bestellung aufzugeben, oder persönlich mit Bargeld oder Kreditkarte in das Geschäft kommen. Selbst wenn man den Laden betritt, weiß der Inhaber in der Regel nicht, wer man ist, wie häufig man dort einkauft, was man üblicherweise kauft – und vor allem, wie viel man typischerweise ausgibt.
Wie wird die Zukunft aussehen? Personalisierung ist der entscheidende Faktor. Wenn Sie ein Geschäft betreten, weiß der Händler, wer Sie sind und welche Präferenzen Sie haben. Da Ihre Identität bereits verifiziert und Ihre Zahlungsdaten sicher in der Cloud hinterlegt sind, wird jede Transaktion „reibungslos" ablaufen – weniger Aufwand, mehr Einkaufskomfort. Der Kunde profitiert von einem erstklassigen Einkaufserlebnis, und der Händler gewinnt ein tieferes Verständnis seiner Kundschaft.
Wir haben mögliche Trends für die Zukunft der Zahlungstechnologie skizziert. Es ist ein faszinierendes Thema, zu beobachten, wie technologische Veränderungen unser tägliches Leben prägen – und es auch künftig weiter verändern werden.
ID TECH ist ein führender Anbieter von Zahlungsperipheriegeräten mit umfassender Expertise in den Bereichen MagStripe, EMV-Kontakt und EMV-kontaktlos. Das Unternehmen wurde 1985 in Kalifornien gegründet und eröffnete 2016 seinen Asia-Hauptsitz in Taiwan. Weitere Informationen zu den mobilen Zahlungsprodukten finden Sie unter https://idtechproducts.com.
