Technischer Beitrag
Unattended-Payment-Lösungen: Was Sie wissen sollten
Selbstbedienungs- oder „Unattended"-Kreditkartentransaktionen erfreuen sich wachsender Beliebtheit – nicht nur an Geldautomaten und Zapfsäulen, sondern in einer Vielzahl weiterer Einsatzbereiche: Bezahlterminals am Tisch in Restaurants, kontaktloses Bezahlen im öffentlichen Nahverkehr, Kioske an Flughäfen, Parkuhren, Automaten sowie Verleihstationen aller Art. Getrieben unter anderem durch Technologien wie Apple Pay und Google Pay hat sich der Selbstbedienungsbereich zu einem der am schnellsten wachsenden Segmente der gesamten Zahlungsbranche entwickelt.
Zu beachten ist jedoch: Erfolg im Bereich Unattended Payments bedeutet mehr, als herkömmliche Kassensystem-Technologie schlicht in ein Kiosk-Gehäuse zu verpflanzen. Bedenken Sie – Unattended-Zahlungsgeräte werden typischerweise eingesetzt:
- Im Freien (ohne Klimaanlage, möglicherweise ohne Heizung) und unter Umständen Regen ausgesetzt
- An Standorten mit geringer Polizeipräsenz (und damit einem erhöhten Vandalismus-Risiko)
- Dort, wo die Stromversorgung begrenzt ist; und/oder
- An abgelegenen Standorten, wo Wartungsmaßnahmen schwierig oder gar nicht möglich sind
ID TECH arbeitet mit Kunden zusammen, die in manchen Fällen umfangreiche Rollouts von Unattended-Geräten durchgeführt haben – darunter nicht nur Geräte mit Magnetstreifenleser, sondern auch Chipkartenleser und PIN-Eingabetastaturen. Dabei hat sich gezeigt, dass die besonderen Anforderungen des unbeaufsichtigten Betriebs erhebliche Auswirkungen auf die eingesetzte Hardware haben.
So kann es in einer Selbstbedienungsumgebung, in der kein Personal anwesend ist, das den Kunden anweist, die Karte zu swipen oder einzustecken, sinnvoll sein, einen Leser einzusetzen, der Chipkarten oder und Magnetstreifenkarten über denselben Slot verarbeiten kann (ein Gerätetyp, den wir als „Insert Reader" bezeichnen). Das Gerät sollte zudem staub- und spritzwassergeschützt sein. Die Frontfläche sollte aus Metall und nicht aus Kunststoff bestehen. All diese Merkmale vereint das ViVOpay VP5300 von ID TECH (abgebildet).
Wenn ein Lesegerät unbeaufsichtigt betrieben wird, ist es während eines Großteils seines Betriebszyklus nicht aktiv – in diesem Fall sollte es in einen Schlafmodus wechseln, um Energie zu sparen (und schnell wieder aufzuwachen, sobald eine Karte eingeführt wird). Auch der VP5300 verfügt über diese Funktion: Er bietet einen Schlafmodus mit einem Stromverbrauch von ca. 500 Mikroampere sowie einen Super-Niedrigenergie-Stopp-Modus mit einem Verbrauch von deutlich unter 100 Mikroampere.
Aus Sicherheitsgründen sollte ein unbeaufsichtigtes Lesegerät nicht nur die Daten transaktionsweise verschlüsseln (mit jeweils einem einzigartigen Schlüssel) und keinerlei Entschlüsselungssoftware enthalten – es sollte darüber hinaus über integrierte Manipulationsschutzfunktionen verfügen, die im Auslösefall das Gerät nicht nur abschalten, sondern auch automatisch alle sensiblen Schlüssel löschen. Selbst wenn das Gerät gestohlen und physisch manipuliert wird, verbleiben keinerlei verwertbare Daten oder Kryptogramme. Dieser Manipulationsschutz ist im VP5300 integriert, der die strengen PCI 5.x-Validierungsanforderungen für SRED (Secure Reading and Exchange of Data) erfüllt. Dank der SRED-Konformität kann der ID TECH VP5300 problemlos für den Einsatz in einer P2PE-Lösung (Point-to-Point Encryption) qualifiziert werden. Er ist jedoch nicht auf den Einsatz in einer P2PE-Umgebung beschränkt. Jeder Kunde kann den VP5300 in jeder beliebigen Umgebung einsetzen und dabei von den integrierten, hochmodernen Sicherheitsmaßnahmen profitieren.
Mit einem Lesegerät wie dem VP5300 können Sie sowohl Chip-Karten als auch MagStripe-Karten akzeptieren. Doch was ist mit kontaktlosen (NFC) Zahlungen? Hierfür lässt sich der VP5300 mit einer separat erhältlichen Kontaktlosantenne verbinden, die mit ISO-14443-konformen Proximity-Karten und Mobiltelefonen kompatibel ist. In Kombination mit der Kontaktlosantenne ist der VP5300 bereit, alle gängigen E-Wallets zu akzeptieren – darunter Apple Pay, Google Pay und Samsung Pay.
In einigen Märkten kann es erforderlich sein, bei der Transaktion eine PIN vom Karteninhaber einzuholen. Dafür lässt sich der VP5300 mit dem robusten externen Tastenfeld von ID TECH, dem SmartPIN L100, kombinieren. Wie der VP5300 selbst ist der SmartPIN L100 stoßfest, staubdicht, wasserbeständig und kann bei Temperaturen von –25 °C bis +70 °C betrieben werden. Darüber hinaus kann der SmartPIN L100 (ebenso wie die oben erwähnte Kontaktlosantenne) direkt über den VP5300 mit Strom versorgt werden – eine zusätzliche Stromquelle ist nicht erforderlich. Dies vereinfacht die Installationsanforderungen erheblich, was in abgelegenen oder platzsparenden Kiosk-Gehäusen entscheidend sein kann.
Der VP5300, die Kontaktlosantenne und der SmartPIN L100 (alle separat erhältlich) ermöglichen es Ihnen, genau die Zahlungsfunktionen bereitzustellen, die Sie benötigen – in einem robusten, sicheren Paket für den unbeaufsichtigten Betrieb. Und bei der Integration werden Sie feststellen, dass alle drei Geräte mit dem Universal SDK von ID TECH kompatibel sind, das für Windows verfügbar ist und die Entwicklung von Zahlungsanwendungen in C# erheblich erleichtert.
Darüber hinaus werden alle ID TECH Geräte mit einer einjährigen Garantie und kostenlosem technischen Support durch das EMV-erfahrene Expertenteam von ID TECH geliefert.
Wir bieten auch weitere Lösungen für den unbeaufsichtigten Zahlungsverkehr an. Neben dem VP5300 haben wir den „PIN-on-Glass"-fähigen VP6800 (für Automaten), den PIN-on-COTS VP3310 sowie eine vollständige Linie von OEM-Komponenten – für den Fall, dass Sie Ihre eigenen individuellen Tablets, Kiosk-Displays oder Spezialgehäuse entwickeln möchten.
Haben Sie Fragen zu unbeaufsichtigten Lösungen? Zu EMV? Zu kontaktloser Technologie? Sprechen Sie mit unseren Experten! Rufen Sie uns noch heute an: 1-714-761-6368. Besuchen Sie unsere Wissensdatenbank. Oder schreiben Sie uns an [email protected] und Fordern Sie unser KOSTENLOSES Whitepaper zu Unattended Solutions an.
